UNESCO

 

 Altkönigschule als UNESCO-Projektschule

Was ist die UNESCO?

Die Abkürzung UNESCO steht für „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization“, übersetzt also Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Sie ist eine von 16 Sonderorganisationen der Vereinten Nationen. Kerngedanke der UNESCO ist, dass kulturelle Zusammenarbeit und gemeinsame Ideen in Bildung, Forschung und Kultur den Frieden fördern können. In dem weltweiten Schulnetzwerk der UNESCO arbeiten rund 300 deutsche UNESCO-Projekt-Schulen mit, davon sind 21 aus Hessen. Oberstes Ziel der Schulen ist es, sich für eine Kultur des Friedens einzusetzen. UNESCO–Gedankengut wird an unserer Schule schon seit 1987 vermittelt. „Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.“  (Leitidee der UNESCO.  Sie steht in der Präambel ihrer Verfassung, die 37 Staaten am 16. November 1945 in London unterzeichnet haben.)

 

Sechs thematische Säulen, Quelle: © Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen

UNESCO-Projektschule

UNESCO-Projektschulen leben internationale Verständigung, Nachhaltigkeit und interkulturelles Lernen vor. Themen wie Menschenrechte, Demokratieerziehung, Umweltschutz und Toleranz werden im Unterricht behandelt und in Form von Projektarbeit vermittelt.

Die Leitlinien zu den einzelnen Säulen:

Menschenrechtsbildung / Demokratieerziehung 

  • Die Menschenrechte und die Prinzipien der Demokratie kennen, sie im Alltag respektieren und für ihre Umsetzung einstehen
  • Kenntnisse über Verfahren der individuellen und gesellschaftlichen Konfliktbewältigung haben
  • Ursachen nationaler und internationaler Konflikte untersuchen und Initiativen für Konflikt-beilegung kennen
  • Das Spektrum der internationalen Vereinbarungen verstehen; die Menschenrechtssituation kritisch bewerten, eine kritische Einstellung gegenüber unterschiedlichen Rechtssystemen entwickeln

Interkulturelles Lernen

  • Interesse für fremde Kulturen entwickeln, andere Kulturen und Lebensweisen kennen lernen und achten
  • Lernen, andere Perspektiven in Zusammenhängen zu erkennen, einzunehmen und Empathie zu entwickeln
  • Respekt, Toleranz und Wertschätzung als Grundeinstellung entwickeln und danach handeln

Bildung für nachhaltige Entwicklung

  • Die Umweltprobleme – Luft, Klima, Wasser, Boden, Artenvielfalt, Energie, Müll, Ressourcen – verstehen und in Verbindung zu unseren Lebensstilen bringen
  • Ideen zu umweltbewusstem Handeln entwickeln und zu ihrer Umsetzung beitragen
  • Ökologisches Verständnis entwickeln
  • Sich nachhaltig umweltbewusst verhalten

Global Citizenship

  • Es gibt nur Eine Welt, in der wir uns als Individuen in globalen Zusammenhängen sehen und verstehen
  • Globalisierung in allen Aspekten – positiven wie negativen – sehen und verstehen
  • Notwendigkeit internationaler Begegnung erkennen und Fähigkeiten zur interkulturellen Kooperation erwerben
  • Persönliche Mitverantwortung für Mensch und Umwelt erkennen, annehmen und auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene unter Berücksichtigung sozialer und ethischer Aspekte umsetzen
  • global denken – lokal handeln

Freiheit und Chancen im digitalen Zeitalter

  • Erweiterung und Stärkung der Medienkompetenz
  • Verteidigung der Menschenrechte
  • kritischer Umgang mit Medien und deren Berichterstattung
  • Befähigung zum Umgang mit Bildmaterial

UNESCO-Welterbeerziehung

  • Deutsche, europäische und weltweite Welterbe-Stätten kennen und achten und als gemeinsames Erbe der Menschheit verstehen
  • Das Welterbe in seiner Vielfalt schätzen: Naturerbe, Kulturerbe, Erinnerungsstätten, Immaterielles Erbe
  • Aktiv am Erhalt und der Pflege bestehender Natur- und Kultur-Stätten mitarbeiten
  • Das UNESCO-Welterbe in Unterricht und Schulalltag verankern und nutzen, die Welterbestätten als außerschulische Lernorte erleben

 

UNESCO-Projekte an der Altkönigschule

 

UNESCO-AG: die WeltFAIRänderer

Jeden Dienstag trifft sich die UNESCO AG „WeltFAIRänderer“, um sich mit UNESCO-Themen zu beschäftigen: Zu frei gewählten Themen werden Aktionen geplant, zum Beispiel zur Sammlung von gebrauchten Handys, Tonerkartuschen oder Druckerpatronen und Plastikdeckeln.

Außerdem diskutieren wir aktuelle Probleme rund um Menschenrechte und Umweltschutz, um den SchülerInnen eine andere Lebenswelt aufzeigen und sie für diese zu sensibilisieren. Sie sollen Respekt, Toleranz und Wertschätzung als Grundeinstellung entwickeln und lernen danach zu handeln und lernen sich umweltbewusst und nachhaltig zu verhalten.

Ganz besonders liegt uns dabei am Herzen, dass die AG von den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern inhaltlich und organisatorisch weitestgehend selbst gestaltet wird.

Dieses Schuljahr beschäftigten wir uns mit dem Thema FAIRTRADE. Dabei analysierten wir unterschiedliche FAIRTRADE-Siegel und haben faire „faire“ Waffeln und Weihnachtsplätzchen gebacken. Außerdem unterstützte die AG das Nepalprojekt z.B. durch den Verkauf von Waren aus Nepal am Tag der Offenen Tür und beteiligte sich mit Briefen an der Briefaktion von Amnesty International, um auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. Aktuell widmen wir uns dem Thema Mülltrennung an der Schule!

Unser Motto: Global denken, lokal handeln!

Die AG ist für alle offen, die etwas in oder auch außerhalb der Schule im Bereich Nachhaltigkeit anpacken wollen!

Im Bereich Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt:

Kreisau

Einen besonderen Schwerpunkt der UNESCO-Arbeit bildet die Kreisau AG, die seit 1994 im Schulleben der AKS verankert ist. Als Höhepunkt dieser Veranstaltung besuchen Schülerinnen und Schüler aus Kronberg jedes Jahr im September das in der polnischen Region Niederschlesien gelegene Dorf Kreisau (polnisch Krzyzowa) – das historische Zentrum der Widerstandsgruppe des Kreisauer Kreises um Helmuth James von Moltke. Dort treffen sie im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung auf Gleichaltrige aus Polen, Tschechien, Spanien und Belarus. Neben dem kulturellen Austausch geht es in Workshops und bei zahlreichen Exkursionen um die Geschichte des Nationalsozialismus, den Widerstand gegen die NS-Diktatur und die jüngere Geschichte Polens.  Unterstützt wird das Projekt vom Lions Club sowie von der Stadt Kronberg.

 Das Nepalpatenprojekt

 

Unterricht in einer von Childaid geförderten Schule, Bild: childaid network

Seit 1996 unterstützt die Schule ein Entwicklungsprojekt in Nepal, dessen Schwerpunkt die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und die Gewährleistung einer medizinischen Basisversorgung ist. Jede Klasse kann die Patenschaft für ein nepalesisches Schulkind übernehmen. Mit dieser finanziellen Unterstützung soll verhindert werden, dass die Kinder in Nepal arbeiten gehen und sie stattdessen eine Schule besuchen können, um den Familien somit langfristig den Ausstieg aus der Armut zu ermöglichen. Damit leistet die Altkönigschule einen Beitrag zur Selbsthilfe ohne langfristige Abhängigkeiten zu schaffen.

Besonders wichtig aus pädagogischer Sicht ist für uns, dass die Kronberger Kinder für eine andere Lebenswelt sensibilisiert werden, Interesse für fremde Kulturen entwickeln, andere Kulturen und Lebensweisen kennen lernen und achten und lernen, Empathie zu entwickeln.

Dank der Patenschaften sowie zahlreicher Spendenaktionen, wurden in den vergangenen Jahren trotz des Bürgerkriegs sieben Schulen saniert bzw. erweitert oder neu gebaut, ebenso wurde eine Krankenstation eingerichtet, in der auch Entbindungen möglich sind. Um das Organisatorische kümmert sich seit dem Schuljahr 2018/19 die Organisation „ChildaidNetwork“.

Nähere Informationen finden Sie unter:  https://www.childaid.net

FAIRPLAYER

Bei diesem klasseninternen „Wettbewerb“ sollen die Schüler/-innen herausgestellt werden, die sich kontinuierlich für ihre Mitschüler/-innen, aber auch in anderen Bereichen engagieren und durch ihr positives Verhalten Vorbild für andere Jugendliche sein können. Nach drei Wahldurchgängen zwischen Herbstferien und Osterferien werden die Schüler/-innen durch die Schulleitung belobigt, die von ihren Klassenkameraden auf die ersten Plätze gewählt wurden. Die Erstplatzierten unternehmen zur Belohnung dann auch noch einen Ausflug. Es geht darum zentrale Werte wie Respekt, Toleranz und Wertschätzung zu lernen und auch danach zu handeln und persönliche Mitverantwortung für Mensch und Umwelt zu erkennen, anzunehmen und auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene unter Berücksichtigung sozialer und ethischer Aspekte umzusetzen.

 

Briefprojekt mit Bolivien

Die Spanischklasse 8Gd von Frau Heil pflegte im Schuljahr 2018 ein Briefprojekt mit einer Schule in Bolivien. Die SchülerInnen schrieben sich gegenseitig Briefe und tauschten sich über Themen wie Schule, Freizeit usw. aus. Das Projekt soll den Schülern den Zugang zu einer anderen Kultur öffnen und sie für andere Lebenswelten sensibilisieren.

Hier ein Brief von einem Schüler aus Bolivien (links) und die Antwort aus Kronberg (rechts):

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Bereich Menschenrechtsbildung und Demokratieerziehung:

Amnesty International Briefmarathon-SchülerInnen schreiben für die Freiheit

Die Altkönigschule schreibt 425 Briefe für die Freiheit

Der 10. Dezember ist der Tag der Menschrechte. Anlässlich dieses Tages startet Amnesty International jedes Jahr eine Briefmarathonaktion, an der sich 2018 auch die Altkönigschule beteiligt. In diesen Briefen fordern Hunderttausende Menschen weltweit Regierungen auf, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schicken sie Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt werden. Mit den Briefen wollen wir für Aufmerksamkeit sorgen, um ein Zeichen zu setzen, dass Menschenrechtsverletzungen nicht unbemerkt begangen werden.

Aktuell:

425 Briefe für die Freiheit – AKS-SchülerInnen stehen auf für Menschenrechte

Briefmarathon von Amnesty International

Zahlreiche Klassen und Kurse nahmen an der Briefaktion „Schreib für die Freiheit“ teil.

Mit den Briefen drücken die SchülerInnen Solidarität mit Menschen aus, deren Menschenrechte verletzt werden, und appellieren an Regierungen, die Menschenrechte zu achten. Die Briefe gaben Anlass dazu, sich mit dem Thema Menschenrechte zu befassen und unsere SchülerInnen für Recht und Unrecht auf der Welt zu sensibilisieren. Damit wurde aktive Menschenrechtsbildung, eine der Grundsäulen unseres Erziehungs- und Bildungsauftrags, nachhaltig umgesetzt.

Insgesamt sind über 400 Briefe in vielen verschiedenen Sprachen verfasst worden: auf Englisch, Französisch, Spanisch, Koreanisch, Farsi…

Damit hat die AKS an der weltweit größten Briefaktion für Menschen in Not und Gefahr teilgenommen!

Nähere Infos unter: www.amnesty.de/briefmarathon

 

Juniorwahl 2018

Die Juniorwahl ist ein Projekt zur politischen Bildung in Schulen. Nach einer unterrichtlichen Vorbereitung bildet ein real simulierter Wahlakt parallel zur hessischen Landtagswahl den Projekthöhepunkt; die Schülerinnen und Schüler setzen sich so ca. einen Monat intensiv mit dem Thema „Demokratie und Wahlen“ auseinander. Das handlungs-orientierte Konzept der Juniorwahl fördert dabei nachweislich das politische Interesse und die Partizipationsbereitschaft von Jugendlichen und steht damit unter dem UNESCO-Ziel Demokratieerziehung.

Wahlhelfertam 2018 aus den PoWi- Grund- und Leistungskursen

 

Im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung:

Sammelaktion „Ein Handy für den Gorilla“

Was haben Handys mit Gorillas zu tun?

In der Demokratischen Republik (DR) Kongo – dort, wo die letzten Berggorillas dieser Erde leben – wird das Roherz Coltan abgebaut. Aus Coltan wird das äußerst hitze- und korrosionsbeständige Metall Tantal gewonnen, das überall dort verwendet wird, wo auf kleinstem Raum hohe Temperaturen erzeugt werden: in Handys, Laptops, MP3-Playern, Spielekonsolen, etc.  Coltan findet sich in Flussbetten, Sedimentablagerungen und in weichen Gesteinen. Ähnlich wie Gold wird es mit bloßen Händen und Schüsseln aus Flüssen gewaschen. Dort, wo Coltan-Adern auftreten, wird es unter teilweise äußerst riskanten und menschenunwürdigen Bedingungen in Minen abgebaut. Seit die Nachfrage nach Coltan in den letzten Jahren in die Höhe schnellte, entstanden viele illegale Abbaustätten, die den Lebensraum des Gorillas zerstören.

Die ZGF und der Zoo Frankfurt tragen gemeinsam ihren Teil zur Verbesserung der Situation bei. Die Sammelaktion „Ein Handy für den Gorilla“ wurde 2009 von den Naturschutzbotschaftern initiert und soll auf die Coltan-Problematik aufmerksam machen. Sie bietet für jeden die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Für jedes eingesammelte oder eingeschickte Handy erhält die ZGF von ihrem Recyclingpartner einen Geldbetrag. Der gesamte Erlös aus der Aktion fließt zu 100 Prozent in das Gorillaschutzprojekt der ZGF. Noch funktionsfähige Handys werden dem Gebrauchtwarenmarkt zugeführt – so sinkt die Nachfrage nach wertvollen Rohstoffen, die für die Handyproduktion benötigt werden. Defekte Handys werden in ihre Einzelbestandteile zerlegt und wiederverwertet. Die recycelten Materialien stehen für die Produktion neuer Geräte als wertvoller Werkstoff zur Verfügung.

Wir haben vor dem Lehrerzimmer im Campus A einen Sammelbehälter für alte Handys aufgestellt, wo sie jederzeit ihre alten Handys einwerfen können!

Nähere Infos unter: https://www.zoo-frankfurt.de/helfen/handy-sammelaktion/

Deckelprojekt

Als UNESCO- Projektschule macht es sich die Altkönigschule zur Aufgabe die Armut und das Leid von Kindern weltweit zu lindern. Aus diesem Grund unterstützen wir die Aktion „Deckel gegen Polio“ mit dem weltweiten Vorhaben „Dass kein Kind mehr an Kinderlähmung erkranken soll“ oder anders ausgedrückt, die weltweite Ausrottung von Polio. Dafür sammeln Lehrkräfte sowie SchülerInnen Plastikdeckel, von deren Erlös Impfungen gegen Polio finanziert werden.

Wir sammeln die Deckel in den Klassenzimmern und im Lehrerzimmer im Campus A. Dort können die Deckel jederzeit abgegeben werden. Von dort werden sie dann zu einer Sammelstelle gebracht, die sie dann weiter an den Verein liefert. Nähere Infos unter: http://deckel-gegen-polio.de/.

Verkauf von umweltfreundlichen Schulheften

Im Bereich Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung setzt sich die Altkönigschule dafür ein, den Plastikmüllberg, bestehend aus z.B. verbrauchten Plastikumschlägen, zu reduzieren. Aus diesem Grund werden an der Schule umweltfreundliche Hefte verkauft, die ganz ohne Plastikumschläge auskommen. Durch diese Hefte wird Erdöl und Energie für die Produktion der Plastikumschläge gespart, die Hefte bestehen aus 100% robustem Recyclingpapier (Blauer Engel).

Heftinformationen:

  • Die weißen Hefte können von den Schüler*innen in den gewünschten Farben bemalt werden.
  • Die Hefte bestehen aus 100% sehr weißem Recyclingpapier (Blauer Engel)
  • Die Innenseiten sind mit 100g sehr robust und gut mit Füller beschreibbar.
  • Umschlag: stabile 350g, so ist kein Plastikumschlag mehr nötig.
  • Die Hefte werden in einer deutschen Umweltdruckerei gedruckt.

Die Hefte werden jeden Freitag in der zweiten großen Pause (11:10 Uhr) vor dem Lehrerzimmer Campus A im Rahmen der UNESCO-AG verkauft!

 

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