Fachhochschulreife

Wer die Qualifikationsphase bis zum Ende des zweiten Halbjahres besucht hat, erwirbt die Fachhochschulreife, wenn er bestimmte schulische Leistungen erfüllt hat und eine ausreichende berufliche Tätigkeit nachgewiesen hat. Bei Wiederholung der Q1/2 zählen die Ergebnisse des Wiederholungsjahrgangs.

Die schulischen Voraussetzungen der Fachhochschulreife erfüllt, wer in zwei aufeinander folgenden Halbjahren der Qualifikationsphase

  1. in 11 Grundkursen insgesamt mindestens 55 Punkte der einfachen Wertung,
  2. in beiden Leistungsfächern mit je zwei Kursen mindestens 40 Punkte der zweifachen Wertung erreicht hat.

Unter den einzubringenden Kursen müssen sich je zwei Halbjahreskurse in Deutsch, einer Fremdsprache, Politik und Wirtschaft oder Geschichte, Mathematik und einer Naturwissenschaft befinden. Aus anderen Fächern können höchstens je zwei Kurse eingebracht werden.

In zwei der vier anzurechnenden Leistungskurse und in sieben der elf anzurechnenden Grundkurse müssen mindestens je fünf Punkte der einfachen Wertung erreicht sein. Mit null Punkten bewertete Kurse sowie Leistungen der Einführungsphase werden nicht gerechnet.

Haben Schülerinnen und Schüler bzw. Studierende die Qualifikationsphase länger als zwei Schulhalbjahre besucht, müssen die Leistungs- und Grundkurse aus zwei unmittelbar aufeinander folgenden Halbjahren einbezogen werden. Die Auswahl der beiden Halbjahre erfolgt für jedes Fach gesondert.

Die Gesamtpunktzahl von mindestens 95, höchstens 285 Punkten, die sich aus den anzurechnenden vier Leistungskursen und elf Grundkursen ergibt, wird nach einer Tabelle in eine Durchschnittsnote umgerechnet.

Der Nachweis einer ausreichenden beruflichen Tätigkeit kann erbracht werden durch:

  1. die Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb
  2. den Abschluss einer schulischen Berufsausbildung durch eine staatliche Prüfung
  3. eine Laufbahnprüfung im öffentlichen Dienst
  4. eine mindestens einjährige Berufs- oder Praktikantentätigkeit (Wechsel der Stellen durchaus möglich; in der Summe muss es ein Jahr ergeben) in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr; auf diese Tätigkeit sind der abgeleistete Wehr- und Zivildienst bis zu 6 Monaten, der mehr als 2jährige freiwillige Wehrdienst bis zu 12 Monaten anzurechnen.

Wer diese Voraussetzungen erfüllt und die Schule verlässt, erhält im Abgangszeugnis bescheinigt, dass er die Fachhochschulreife erworben hat und dass der schulische Teil der Fachhochschulreife in den aufgeführten Ländern gegenseitig anerkannt wird.

 

Kep, 20.09.2019

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