Die guten Seelen der Altkönigschule

Die guten Seelen hinter der moderaten Öffnung der Altkönigschule – ein über alle Schranken des Andersseins harmonisches Miteinander.

„Wir erleben gerade Geschichte live“, bemerkte unlängst eine Schülerin angesichts der Corona-Pandemie und sie hat Recht damit. Doch stets sind es die Geschichten hinter der Geschichte, die den Alltag der Menschen prägen, sonst aber nirgends erzählt werden. Das ändern wir jetzt!

Seit Jahren schon bietet das Ganztagsschulprogramm der Altkönigschule unter der Ägide von Gabriele Eilers, deren Tochter bereits im vergangenen Jahr ihr Abitur erfolgreich an der AKS gemacht hat, eine kostenfreie pädagogische Nachmittagsbetreuung speziell für Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 – 7 aller Schulzweige an. Selbstverständlich wird diese Betreuung auch in Zeiten des „Corona-Shutdown“ für Fünft- und Sechstklässler, deren Eltern bestimmten Berufs- und Personengruppen angehören, aufrechterhalten.

Da aber seit dem 27. April die H-/R-Abschlussklassen sowie die Schüler*innen der Q2-Phase (11. Klasse) wieder Präsenzunterricht erhalten, mussten vorab umfangreiche sowie strenge Hygienemaßnahmen ergriffen und im Alltagsbetrieb aufrechterhalten werden. An dieser hochneuralgischen Stelle erweist sich das Team um Gabriele Eilers, das aus weiteten 13 Personen besteht, als unverzichtbar.

Als nämlich die ersten Schüler*innen der Jahrgangsstufen H9 sowie R10 eine Woche nach Ende der Osterferien die Räume des Campus A der AKS betraten, fanden sie in den zwei der vier Bereiche des Hauptgebäudes frisch gestrichene Klassen vor, die zudem einer Grundreinigung unterzogen worden waren! Und diese Arbeiten machten sich wahrlich nicht von selbst: Während Schulleiter Martin Peppler die notwendigen Mal-Utensilien sowie Farben organisiert hatte, machten sich damit zwei junge Männer, die ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ) an der AKS absolvieren, sowie Amrun Terzic an die aufwendigen Malerarbeiten. Terzic ist der Altkönigschule seit gut einem Jahrzehnt als Sportpädagoge treu verbunden und trainiert neben seiner Tätigkeit im Ganztagsprogramm Jugendliche der SG Weiterstadt im Rahmen der Jugend-Basketball-Bundesliga. Im Anschluss daran rückten dann Eilers und ihre Kolleginnen an, um die Klassenräume zu reinigen und zu desinfizieren.

Diese schwere physische Arbeit hat sich ausgezahlt: Das Resultat sieht man nicht nur, der frische Duft ist noch omnipräsent. Ganz zu Recht beabsichtigt die Verantwortliche des Ganztagsschulprogramms nach Beendigung der sog. „neuen Normalität“ ein Mitarbeiterfest zu organisieren.

Wer aber hat dafür gesorgt, dass auch die Arbeitsplätze der Schüler*innen in dem Räumen weit genug auseinander stehen? Im Oberstufen-Campus B hat zweiter Hausmeister Thorsten Blaschka dankbarerweise diesen Dienst versehen, im Campus A: die Damen und Herren des Ganztagsschulprogramms zusammen mit Hausmeister Stefan Nix. Sie achten auch in den kommenden Wochen darauf, dass die Abstandsregeln eingehalten und die Masken getragen werden, üben die Toilettenaufsicht aus, sorgen dafür, dass in allen genutzten Räumen Seife und Papierhandtücher vorhanden sind,  und versehen nach dem Unterricht die Handtuchwäsche für den Campus A. So laufen jeden Tag zwei bis vier Waschmaschinen, deren Inhalt getrocknet, zusammengelegt und aufs Neue in den Klassen verteilt wird. In Kooperation mit den Müttern (auf dem Bild ist Fr. Eiwanger zu sehen), die die Schülerbücherei leiten, ist auch eine Masken-Nähwerkstatt ins Leben gerufen worden, in der sich Pädagogen wie Pennäler ausrüsten können.

Doch Gabriele Eilers und ihre Mitarbeiterinnen haben auch schon das kommende Schuljahr im Blick: „Im Normalfall könnten wir alle Kinder, die einen Platz benötigen, im Ganztags-schulprogramm aufnehmen.“ Würden jedoch die Pandemie-Einschränkungen fortgeführt, müssten kleinere Gruppen gebildet und damit eine Auswahl getroffen werden. Neue pädagogische Projekte strebe man aber auch an : So werde eine Näh- und Kreativwerkstatt eingerichtet, eine aus China stammende ausgebildete Konzertpianistin, die Teil des Teams ist, werde Musikprojekte anbieten und Amci, wie alle Amrun Terzic liebevoll nennen, werde neue Sportprojekte initiieren. Zudem werde es in der Einführungswoche für die neuen Fünftklässler Hilfestellungen geben, wie man an einer weiterführenden Schule zu arbeiten habe, zudem müsse man sich um die handschriftlichen Fähigkeiten der neuen Schüler*innen kümmern.

Auch wenn keines der angestellten Mitglieder des Ganztagsschulprogramms in Vollzeit beschäftigt ist, die Verträge reichen von den berühmten Minijobs bis hin zu halben Stellen, sind alle mit voller Begeisterung Teil dieser Gruppe. Gabriele Eilers strahlt, wenn sie von ihrem Team spricht: „Wir sind eine bunt gemischte, internationale Truppe, von Deutschland über Bosnien bis China sind alle möglichen Herkunftsländer dabei. Über alle möglichen Schranken dieses Andersseins arbeiten wir harmonisch miteinander.“

Dank den Helfer*innen aus dem Ganztagsschulprogramm läuft der Unterricht an der AKS wieder.

 

 

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